Zeichnung von da Vignola, Rom 1583
Der Mensch sieht perspektivisch. Fotografie, TV, Cinema und zuletzt Computergrafik,
alle diese Bereiche liefern perspektivische Bildern.
Perspektive ist also eine sehr wichtige Methode zur Darstellung der räumlichen Objekte.
Interessant ist sie vor allem, wenn wir virtuelle Objekte präsentieren wollen,
wie es oft in der Computergrafik vorkommt.
Mit Hilfe von Raytracing- und CAD-Programmen kann man perspektivische Bilder sehr einfach erstellen. Täglich
werden sehr viele solcher Bilder produziert, leider, nicht alle
sind gelungen.
Die perspektivische Darstellung eines räumlichen Objekts soll der
menschlichen Sehensweise und Sehgewohnheiten entsprechen.
Zwei Aspekte sind wichtig:
1. Die Horizonthöhe soll der normalen Augenhöhe entsprechen, also 1,6-1,8 m über der Basis.
2. Senkrechte Kanten im Objekt sollten auch im Bild senkrecht verlaufen.
Abweichungen von diesen Regeln sind erlaubt und manchmal sogar interessant, wenn
sie mit Absicht geschehen. In meisten Fällen sind es jedoch nicht ganz optimale Einstellungen
der Perspektive, die zu schlechten Bildern beitragen.
Die Ursache für diesen Zustand liegt oft in den Software-Programmen, die hier Schwächen haben, aber auch
in der mangelhaften Ausbildung der Zeichner.
Zwei Beispiele aus dem Web:

Abb. 1

Abb. 2
In der Abb. 1 liegt der Horizont zu hoch. Man hat Schwierigkeiten, die "wahre"
Höhe der Objekte zu erkennen.
In der Abb. 2 wirkt die Szene fremd und verzerrt. Das Bild entspricht nicht unseren
Erfahrungen beim Betrachten der Architektur.
Zum Vergleich: hier die
grafisch korrigierte Version des Bildes.
Perspektivische Bilder richtig betrachten
© Tadeusz E. Dorozinski
E-mail:
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Stand: 19.02.2011